• Krauses freitagsfrische Melodien

    Sackzement, schon wieder Freitag! Und Herr Krause ist im Grunde auch gar nicht am Platze, er schwitzt sich über den Tag verteilt mindestens Stücker drei Hemden nebst Jackett fleckig, die Kamera immer im Anschlag und das Auge immer am Sucher, denn heute ist der Tag, an dem das liebste kleine Schwesterchen im Geiste an den Traualtar geführt wird, und als ideeller Zweitbruder ist es Ehrensache, die Führung, den Führer und die Geführte ausführlich in gebührendem Lichte abzubilden.

    Und da ich aus eigener schmerzender Erfahrung ganz genau weiß, wie sehr und oft und exzessiv ihr zwei Hübschen Kara Oke, der polytechnischen Göttin des Singsangs huldigt, soll es an dieser Stelle nur für S. und T. aus I. (und jetzt in B.) eine Mitmachnummer vorm Herrn geben. Wir werden es höchstwahrschein- und peinlich noch im Laufe der heutigen Nacht durchexerzieren müssen. Und für alle anderen, aber auch thematisch den Arsch auf den Eimer passnehmend und vom gleichen wertvoluminösen Interpreten dargebracht, habe ich diese jene Elegie herausgekramt. Frank und frei!   

  • Krauses freitagsfrische Melodien

    Der Gemeine Ossi an sich und überhaupt ist ein Improvisator und Selberbauer. Man pfriemelte und knobelte. Man bastelte. Man faltete und falzte. Doch diese Art der Überlebensleister stirbt nun aus, langsam, unaufhaltsam, und das ist der neulebendigen Sozialisation geschuldet und dem Fortgang der Zeit und dem Leben im Überfluss.

    Als Herr Krause damals begann, dem pubertären Sturm und Drang akustisch nachzugehen, begab es sich, dass man die Alten fragte. Also nicht die eigenen Alten, nein. Deren Antwort auf musiktheoretische Thesen Seiner Pestilenz lautete im Wesentlichen "Wenn de auch mit so nem Mantel hier auftauchst, dann tret ich dir ne Wendeltreppe ins Kreuz". Der Kleine Pest und Seine Freunde setzten sich brävlichst in die Übungskeller der örtlichen Rockheroen (Blues-Holze zum Beispiel, hach ja. Der Mann spielte sich in stundenlangen Gitarrensoli wirklich die Finger blutig, und Lil'Krause musste sich, weil der Drummer fluchend in die Kneipe nebenan geflüchtet war, an die Töppe setzen und den Maniac eine weitere Stunde begleiten) und schauten und lauschten sich ihre Erfahrungen ab. Und von diesen Altgedienten bekam die erste pestilente Band auch ihre Instrumente anverscherbelt - neben einem heruntergesauten Schlagzeug im tschechischen Glitzerchic auch eine ganze Batterie von selbstgebauten Verstärkern und Effektgeräten. Und an diese edlen Krachmacher musste ich denken, als mir diese Band unterkam, diese Combo mit dem Namen, der ihrem Sound alle Ehre macht: A Place To Bury Strangers. Sänger und Gitarrist Oliver Ackermann ist ein Ossi im Geiste (nicht jedoch der Herkunft nach, wie der Name vielleicht vermuten lässt), denn der New Yorker bastelt sich seine Effektgeräte selbst. Und er macht das so gut, dass sogar Wollmützenklaus The Edge von den Schülersprecherrockern U2 sich seine Tretminen bei Ackermann bestellt.

    Nun, wohl denn. A Place To Bury Strangers generieren eine düsterstaubnoisige Melange aus frühen Cure und Joy Division und Zeugs und gelten nach dem Ableben der Ramones als lauteste Band des Big Apple. Das muss unbedingt überprüft werden. Am 28.11. im Museumskeller in Erfurt. Wer ist dabei?

  • Auf Spaziergang mit Herrn Krause

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  • O'er the land of the free and the home of the brave!

    People of Wal-Mart - the antidote to your depression.

    people of walmart

  • In concert: ElbtonalPercussion

    Brachial. Zartherb. Deftig. Fragil. Drastisch. Beseelt. Massiv. Sibyllinisch. Getrieben. Innerlich. Vital. Ätherisch. Formvollendet. Martialisch. Elegant. Systematisch. Metronomesk. Rhythmisch furios. Durch Mark und Bein. Und lustig.

    ElbtonalPercussion. Sollte man mal gesehen haben.

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  • Trick or treat!

    Es durfte einfach nicht lange auf sich warten lassen. Nicht heutigentags, nicht in dieser webzwonullanten Atmosphäre, nicht in der Vernetzung heißer Drahtigkeit und multimedialer Verwurstungsmethodik, nönö. Und vor allem nicht nach dieser Vorlage. Und so gab es sich zu Zeiten, dass eine Dame, die mir - und das möge man/frau mir verzeihen - in ihrer ruppig-korrekten Art bislang völlig unbekannt war, den Spieß umdrehte: Streetfighting girl Noah Sow ging zu Halloween als Günter Wallraff. Dafür meinen herzlichsten Dank und Anerkennung und den Großen Vaterländischen Verdienstorden am Bande!

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  • Krauses freitagsfrische Melodien

    Trapp. Tarapp. Schritt für Schritt für Schritt. Und dann auch wieder ssssssswwwschsch krzkrzkrz, ein schlurfendes Schleichen, ein raschliges. Ich nähere mich an. Langsam. Bedächtig. Augen und Ohren weit, weit auf. Und ich möchte es vorantreiben, möchte mich vorantreiben, immer vorwärts, immer weiter. Auf dem Weg sein.

    Nur nicht ankommen.

    Die Suche nach neuer Musik, nach neuem Klang, nach meinem Klang ist so ein Weg. Nie geradlinig. Nicht geradeaus, aber vorwärts. Wobei vorn gleichzeitig auch hinten sein kann; alles kann, nichts muss, niemand soll, jeder darf. Die unbekannten Details am Streckenrand sind oftmals die der vollsten Akkorde, des zartesten Zirpens, des brachialsten Paukenschlags. Aufklauben, einstecken, mitnehmen. Was man nur kriegen kann. Und wenn es denn doch ein Ziel geben sollte, einen Endpunkt, ein Hier-nicht-weiter, so verlangt dann wohl die Pflicht und das Ehrgefühl und das letzte Verstandesquantum einen tiefen Atemzug, einen letzten Blick auf den toten Horizont und schlussendlich eine entschlossene Kehrtwende auf löchrigem Absatz, um im Rückweg einen neuen Hinweg zu finden.

    Und so ziehe ich meinen Pilgerhut in tiefer Verneigung vor Diego Stocco, Soundtüftler und Kompomaniac aus Italien und Leidenschaft. Er verbrennt Klaviere, verschmilzt und rekonstruiert Instrumente und lässt Sand für sich sprechen. Und er bringt Bäume zum Klingen. Und ist damit meinem derzeitigen Passionskonglomerat so nahe wie nur irgendwas.

  • In your face!

    Hier, jetzt ma ehrlich. Weil, ist doch so. Echt jetze. Ich so: Fahr fahr fahr. Die so: Scheiße glotzen.

    Mit diesem Exzerpt morgendlicher pestilenter Reflexionen sei eines der aktuellen krausen Postulate manifestiert: Ich fordere die Änderung der Straßenverkehrsordnung! Und zwar dahingehend, dass schon im Studiumsstadium dem künftig Verkehrenden eine einigermaßen annehmbare Mimik antrainiert werden sollte. Denn, und da möchte ich nicht um den heißen Auspuff herumschleichen oder mich gar von der Welt der Mistgesichter ausnehmen, die meisten, wenn sie einem so entgegenkommen, gucken schon recht blöd aus der Autofahrerwäsche. "Anhalten, Fresse polieren", wie oft schon stellte sich mir dieser Aktionismus alternativ dar, wie oft schon, wie oft. Aber leider lehne ich körperliche Gewalt ja aus kulturpolitischen Gründen ab.

    Wen muss man eigentlich anhauen in Bezug auf eine StVO-Änderung? Die judikative Doppelnamennase? Oder den Innendemaizière? Oder doch den Verkehrsrowdyramsauer? (Wenn es nach mir ginge, würde ich ja alle bundespolitischen Fragen nur noch mit Ilsebilse besprechen wollen. Egal welcher Thematik. Hach. Die Frau Aigner hat so was Apfelknackiges, die ist so schön handfest oberbayerisch, so rustikal wie ruchsam, dass ich mich schweinsbroatnguat g'fühl. Und die Gentechnik treib ich ihr schon noch ein für alle Mal aus der Ackerfurche.)

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  • Auf Spaziergang mit Herrn Krause (aushäusig)

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  • Auf Spaziergang mit Herrn Krause

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